3. Modul: CoKreative System-Aufstellungen

 

Das Modul 3 „CoKreative System-Aufstellungen“ ist Teil der Ausbildung „CoCreative Leader & Facilitator“. Sie vertiefen Ihre Fähigkeiten, die cokreative Praxis anzuwenden und anzuleiten. Sie lernen für sich selber und für Ihre Klienten, systemische Blockaden im Leben, Wirken und Arbeiten aufzulösen.

 

 

 

 

 

Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie sich voll umfänglich in eine andere Person hineinversetzen und Ihr Handeln besser auf diese abstimmen konnten? Oder dass sich eine Gruppendynamik vor Ihrem geistigen Auge zeigte? Oder dass eine Gruppe von Menschen als Changemaker wirksam wurde und so gut aufeinander eingespielt war, dass man sich auch ohne viele Worte verstand?

Oder ist Ihr Erleben eher, dass zwar hervorragende Expert*innen im Raum sind, die Diskussionen und die Ergebnisse jedoch von Störgefühlen begleitet und gemeinsam tragfähige Lösungen eher Wunsch als Realität sind?

Im ersten Fall entsteht in der Regel Lust auf „Mehr davon!“, im zweiten Fall eher der Wunsch nach „Bitte anders!“, für beide Fälle können Sie in dem Lernbaustein „CoKreative System-Aufstellungen“ erfahren, wie es geht.

Beschreibung

Im Modul „CoKreative System-Aufstellungen“ wird die Fähigkeit trainiert, mit dem systemischen Blick zu sehen und dementsprechend zu denken und zu handeln. Sie erhöhen dadurch Ihre Wirksamkeit in den Rollen als Führungspersönlichkeit und Facilitator deutlich. Wer schon immer erfahren wollte, wie man soziale Systeme bewegt, sie aus dem Dramadreieck heraus-lockt und ihre Gestaltungskraft stärkt, ist hier richtig.

Sie trainieren wirksame Interventionsmöglichkeiten für Systeme mit Fokus auf 3D-Skulpturen und Systemaufstellungen. Sie beobachten, wie system-ische Aufstellungen als cokreativer Denkraum angeleitet werden und üben das Anleiten einfacher systemischer Familien- , Organisations- und Themen-Aufstellungen. In dem Modul professionalisieren Sie sich als systemisch denkende und agierende Führungspersönlichkeit und Facilitator und stärken Ihre Selbstführung und Selbstwirksamkeit.

 

Hierzu lernen die Teilnehmer*innen kennen ...

... den systemischen Blick: d.h. die Betrachtungsweise, ein ganzes System (Teams, Gruppen und Organisation aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Geisteswelt) in den Blick zu nehmen, es in seiner Systemdynamik lesen und verstehen zu lernen und ihm weiterentwickelnde Impulse zu geben.
Sie üben das Erkennen von systemisch relevanten Themen und Konstellationen. Sie lernen„Themen hinter den Themen / Hidden Agendas“ zu eruieren und die eigentlichen Kernanliegen ans Tageslicht zu bringen. Weiterhin erlernen Sie, systemische Muster so zu thematisieren und dem Blick der Anderen zugänglich zu machen, dass dadurch eine Musterunterbrechung im System eingeleitet wird. Zum Lerninhalt gehört außerdem das Erkennen „systemischer Fallen“und deren Vermeidung. (Erläuterung*)

... systemische Analyse- und Interventionstools: Sie üben, Menschen, Gruppen und Organisationen mit cokreativen Interventionstools gute Entwicklungsimpulse zu geben - sowohl aus systemischer wie auch aus individuell analytischer Perspektive. Sie erfahren, was es im Idealfall bedeutet, das System, dessen Teil wir sind, von außen zu betrachten und von hieraus zu gemeinsamen schöpferischen Lösungen zu gelangen. (Erläuterung **)

Zu den wirksamsten systemischen Interventionen zählen neben den 3D-Skulpturen und der systemischen Fragetechnik die Familien-, Organisations- und Themenaufstellungen, deren Anleitung Sie in diesem Modul erlernen. Mit der Methode können einerseits Themen und soziale Dynamiken sichtbar gemacht werden und gewinnen dadurch eine nicht gekannte Klarheit. Andererseits können durch diese Tools „systemisch stimmige“ Ordnungen so wiederhergestellt werden, dass im System eher die Ressourcen und die Gestaltungskraft und weniger die Defizite und Dramadreiecke zum Tragen kommen. Weiterhin können Sie eigene Themen aufstellen lassen und durch einen persönlichen Wachstumsprozess gehen, der Ihr inneres Erleben bereichert und die Lebensbalance stabilisiert.

... die Verbindung des cokreativen U-Prozesses mit systemischen Aufstellungen: Eine wirksame Intervention ist die Arbeit mit dem U-Prozess. In diesem Modul erlernen Sie, wie man den U-Prozess mit systemischen Aufstellungen kombiniert. Sie trainieren, durch das Erschaffen eines cokreativen Denkraums mit einer Gruppe wirksame Lösungen hervorzubringen. Somit kommen die relevanten Themen der Beteilgten und deren Stakeholder / Auftraggeber wieder in den Fluss. Sie erleben, wie man einen Community-Spirit für CoKreativität weckt, so dass alle Beteilgten cogestaltend ihre bestmöglichen Potenziale einbringen können.

 

(*Erläuterung: Von einer systemischen Betrachtungsweise sprechen wir, wenn wir die Dinge als System betrachten. Einzelne Teile werden also im Zusammenhang mit dem größeren Ganzen gesehen. Ursachen von Problemen werden nie bei einzelnen Personen lokalisiert, sondern im System und bei seinen Einzelteilen! Systemisches Denken bedeutet die Loslösung unseres Denkens von „richtig und falsch / gut und böse / unschuldig und schuldig / entweder oder / Experten versus Experten ...“. Das systemische Denken führt dazu, dass man mehr und mehr von der wechselseitigen Verbundenheit des Lebens, Wirkens und Arbeitens erkennt und größere Zusammenhänge statt einzelner Bestandteile sieht.)

 (**Erläuterung: Beim individual-analytischen Vorgehen wird das Verhalten des Einzelnen analysiert; es kristallisieren sich seine Defizite (Irrtum, Anmaßung, missverstandene/gespielte Rolle) wie seine Stärken (Präferenzen, Talente, Kompetenzen, Entwicklungschancen) heraus. In einer klassisch gecoachten Gruppe lernt der Einzelne demgegenüber, an seiner Selbstdarstellung zu arbeiten oder über ein Rollenspiel ein neues Verhalten einzuüben. Die systemischen Kräfte, die ihn in seine Rolle und zu seinem Verhalten gebracht haben, werden dabei zwangsläufig außer Acht gelassen. In einer systemisch gecoachten Gruppe hingegen werden zusätzlich die systemdynamischen Muster der Gruppe und die Wechselwirkung mit dem Gesamtsystem, in das sie eingebettet ist, in den Blick benommen.)

 

Inhalte und Methoden

Als systemisch denkende Führungspersönlichkeiten und Facilitator*innen können Sie mit den in diesem Modul angebotenen Methoden wirksame Entwicklungsimpulse geben und dadurch die CoGestaltungskraft der Systeme und der Menschen stärken.

1. Innere Haltung / Werte

  • durch Capacity Building und Erwerb einer Praxis in Achtsamkeitsmediation in ein persönliches Wachstum als Changemaker gehen
     

  • eine für die Initiierung und Steuerung einer cokreativen Aufstellung hilfreiche innere Haltung reflektieren und einnehmen

    • bifokal - d.h. prozess- und zielorientiert zugleich – anleiten und führen

    • bei CoGestaltung konsequent eine Haltung des Verstehen und des Zulassen einnehmen

    • Kommunikation auf Augenhöhe praktizieren ohne Hierarchisierung und Konkurrenz (Roger‘schen Grundhaltung und Transaktionsanalyse: ICH-Zustände, OK-Modell, Dramadreieck)

2. Formate / Settings

  • Choreographie eines cokreativen und systemischen Aufstellungs-Designs für Familien-, Organisations- und Themenaufstellungen und Durchführung für den beruflichen Kontext
     

  • „Theorie U-Prozess“ (Dr. Otto Scharmer) in der praktischen Anwendung für das systemische Aufstellungs-Design mit dem Dreiklang

    • Auftauen durch ein Co-Verstehen und Anerkennen, was ist.

    • Verändern durch eine Co-Imagination und Finden, was wirkt.

    • Stabilisieren durch Co-Gestaltung und prototypischen Tuns dessen, was nachhaltig wirkt. Zielvereinbarung, Entwicklungsplan und Prototyping anleiten - auf individueller und systemischer Ebene

3. Methoden / Tools

  • Achtsames und systemisches Zuhören auf 5 Ebenen
     

  • Lösungsfokussierte Dialogführung und Repertoire an vertiefenden, systemischen Fragen
     

  • Fähigkeit, „einen Raum zu halten“
     

  • Lesen und Modulieren von Systemen und Gruppendynamik; verborgene systemischen Dynamiken und Metaprinzipien erkennen, interpretieren und in eine angemessene Ordnung überführen durch ein Fließen mit den Wirkungsprinzipien anstatt gegen diese.
     

  • Neurowissenschaftliche Impulse: SCARF+, Spiegelneuron, Entwicklungsdynamik, Achtsamkeit
     

  • Visualisierung und Fokussierung von Ergebnissen
     

  • Wingwave- und Ankertechnik zum Verlassen des Stress-/Bedrohungsmodus: „Wie komme ich selber da raus? Wie kann ich hilfreich sein für Andere, da rauszukommen?“

Angebot und Termine

  • 1 Fokus-Dialog à 1h je Person zur Klärung der individuellen Entwicklungsanliegen
     

  • Teil 1: 3-Tage-Workshop: 27.08. – 29.08.2020

  • Teil 2: 3-Tage-Workshop: 12.11. – 14.11.2020

oder

  • Teil 1: 3-Tage-Workshop: 27.05. – 29.05.2021

  • Teil 2: 3-Tage-Workshop: 01.07. – 03.07.2021

  • 3 Einzelcoachings à 1h je Person (telefonisch oder vor Ort)*
     

  • Lernunterlagen

 

*Bitte kontaktieren Sie uns vorab, damit wir die zeitliche Abfolge abstimmen und  einen Termin für das Debriefing möglicherweise in Verbindung mit dem Seminar verabreden können.

 

Investition

  • Gesamtkosten des Moduls: 3.000 €* (Selbstzahler/NGO: 1.800 €*)
     

  • zzgl. Seminartagungspauschale & Übernachtung (optional)
     

  • zzgl. gesetzliche MwSt.
     

  • Mögliche Nachlässe:

    • Nachlass für Frühbucher: 20%* bei Buchung bis 3 Monate vor Modulbeginn

    • Nachlass bei Buchung der Gesamtausbildung: ab 5 Modulen erhalten Sie 5 %* Nachlass zusätzlich

    • Für die Vermittlung jedes weiteren zahlenden Teilnehmenden erhalten Sie 10%* Provision/Nachlass auf Ihren eigenen Workshoppreis

  • Teilnehmer*innen in besonderen finanziellen Situationen bieten wir an, mit uns zu prüfen, ob sie Eigenleistungen gegen einen Teil der Seminargebühr verrechnen können

            *Änderungen vorbehalten

Die Beschreibung zu Modul 3 steht für Sie bei Klick auf das nachfolgende Symbol als PDF zum Download und Druck bereit:

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